Selbstbauröhren

  

Eine einfache und preiswerte Möglichkeit, sich Röhren selbst herzustellen, soll hier kurz vorgestellt werden:


Die Röhre wird als U-Form mit folgendem Holz aufgebaut: 
Für  Oberseite, Unterseite und Deckel verwende ich 10 mm starkes  Multiplexholz. 
Die Rückwand besteht aus einer 19 mm starken 3-Schicht Tischlerplatte. Diese gibt der Röhre die notwendige Steifigkeit (Bitte kein Preßspan verwenden !).

In einem gutsortierten Baumarkt lasse ich die Einzelteile zuschneiden. Zur leichteren Montage empfehle ich Nut und Federtechnik , damit man später die Einzelteile mit Lamellos und Schraubzwingen sauber verleimen kann. Das Frontfenster wird aus 2mm starkem Macrolon in Nuten eingeschoben.
Ein Deckel mit Scharniere und Fixierhaken schliesst die Röhre von vorne ab.
Zum Streichen verwende ich Acrylfarben, da diese auf Wasserbasis bestehen und später keine schädlichen Ausdünstungen an die Modelle abgeben.
Für die Wandbefestigung empfehle  ich übliche Regalstecksysteme, die in jedem Baumarkt für wenige Teuronen zu haben sind. 

So eine Röhre (150cm Länge) kostet im Schnitt so um 15 Euro bei ca 2 Stunden eigener Arbeitszeit incl. Lack. Gleise werden lose hineingelegt. Die Röhre ist so dimensioniert, dass ein Zug nicht umkippen kann.

Weiter unten ist ein Videoclip zu sehen, wo die Einfahrt eines Zuges in die Röhre gezeigt wird.

Die Abmaße liegen  Brutto bei L=1500mm, B=80mm und H=100 mm.

 

Blau  zeigt die Plexiglasscheibe. Die U-Form wird stabilisiert beidseitig von der kleinen Leiste vor der Plexiglasscheibe. Unten ist das Schienenprofil zu sehen. Vorteilhaft ist der Einsatz in Nut und Federtechnik (Feder in schwarz). 

 

Für das Verleimen empfehle ich den Einsatz von ''Lamellos''. Da es diese aber nicht in diesen Größen gibt, schneidet man sich einfach aus 3mm Sperrholz  ca.  100x8 mm breite Streifen heraus. 
So sitzt der Lamello in der Nut. Pro Röhre sind 10 Lamellos empfehlenswert.

Zusammenbau nach der oben stehenden Zeichnung, linkes Bild.

Überschüssigen Leim abstreifen und verteilen.

Der Stabilisierungssteg wird gesetzt ...
... und so in allen Achsen ausgerichtet.
Der prüfende Blick:

Beim Verspannen mittels Schraubzwingen ist zu beachten, dass das Gebilde nicht verspannt wird. Zu heftiges fixieren kann zu einer ''Berg und Tal ''-Verspannung führen. Nach dem Abbinden des Leimes geht dann nichts mehr zu richten. Am besten, man fertigt sich aus Holz einige Verspannhilfen an, die dem lichten Innenmaß der Röhre entsprechen.

Der Deckel wird so zum Verleimen fixiert. Natürlich kann man die Röhren auch beidseitig befahrbar gestalten, was aber  m. E. nicht nötig ist.

 

Hier der Prototyp. Später stellte ich fest, dass man auf die mittlere Verstrebung verzichten kann. Dies ergibt eine unverdeckte Gesamtansicht des darin abgestellten Zuges. Lackiert wurden die Röhren mit RAL 7001.

Für eine exakte Montage empfehle ich den Einsatz einer Bohrschablone. Die Löcher der Scharniere werden einmal darin übertragen. Somit spart man viel Zeit und jede Röhre sieht entsprechend gleich aus.

 

 

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass der Deckel plan an der Röhre anliegt.

 

RAm-TEE verlässt seine staubfreie Umgebung

 

Schattenbahnhöfe sind für den Spielbetrieb wichtig. Aber alle Züge passen wohl auf keine Anlage. Warum die edlen Stücke nicht einfach wie ein Bild an die Wand aufhängen?

Die Vorteile überwiegen. Man muss die Modelle nicht unnötig anfassen, da diese wieder selbständig in die Röhre gefahren werden.

 


 

Röhreneinfahrt  - Zum Betrachten des Videos bitte die Filmrolle anklicken


 

 

 

© 2005 Jürgen Herberger