Video-Lok mit Funkvideokamera (V200)

  

Was wird dazu benötigt?

1 geräumige Lokomotive, in meinem Fall eine 3021 von Märklin (R1)

1 Festspannungsregler 7809,

1 Kondensator 1000uF/35V,  

2 Keramikkondensatoren 100nF,          

1 Kondensator 10000uF/10V, 

1 Signalrelais für die Schaltfunktion der Kamera.

1 Brückengleichrichter  

1 kleiner Kühlkörper (optional, abhängig vom Festspannungsregler)

1 Stück Pertinax und etwas Schaltlitze

1 Funküberwachungskamera mit RGB-Empfänger mit der in Deutschland zugelassenen Sende-Frequenz von 2.4 GHz.  

Achtung: Es gibt im Handel auch 1.2 GHz Modelle. Diese Modelle sind Exportware und dürfen in Deutschland nicht betrieben werden, da diese den Flugfunk beeinträchtigen können. Der Betrieb dieser Geräte kann enorme strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen !!! Bitte achten Sie beim Kauf auf die Sendefrequenz von 2.4 GHz sowie auf das CE - Zeichen.

 

Die Minikamera montiert man auf einem  Stück PVC -Plastik. Zum dauerhaften sicheren (lösbaren) Fixieren eignet sich hierbei am besten doppelseitiges Klebeband. Bitte keinen Heißkleber verwenden.

 

Mit einem Höhenreißer wird das Maß abgenommen. Hierbei bitte beachten, dass die Linsenmitte genau im Höhenmaß getroffen wird.

 

 

Bei aufgesetztem Gehäuse wird das vorher abgenommene Maß übertragen. Somit ist gewährleistet, dass später die Kamera zentriert durch das gebohrte Loch hindurchschaut.

Jetzt heißt es Nerven bewahren. Mit einer Schraubzwinge und etwas dickem Gummi wird die Lok vorsichtig fixiert und das Loch in die V200 gebohrt (hier bereits geschehen). Bitte zuerst mit einem kleinen Bohrer vorbohren und ggf. mit einer kleinen Rundfeile das Loch korrigieren, bevor das Endloch gebohrt wird. Gute Dienste hat im Übrigen ein Kegelschälbohrer geleistet, den man im Baumarkt günstig erstehen kann. Bei Loks aus Kunststoff ist diese Prozedur mit viel Sorgfalt zu tätigen. 

 

Hier das gebohrte Loch. Die Lochwand muss unbedingt mit mattschwarzer Farbe gestrichen werden. Nur so können ungewollte Reflektionen in die Kamera mit Falschlicht vermieden werden.

Der Lochdurchmesser muss empirisch ermittelt werden, da je nach verwendeter Lok die  Wanddicken variieren. Auch die Kameras haben verschiedene Öffnungswinkel. In meinem Fall wurde das Loch gut 9 mm groß.

Das Netzteil wurde genauso aufgebaut wie in meinem Videowagen. Es bietet sich an, die Kamera mit F1 ein und auszuschalten. Ich empfehle jedoch eine galvanische Entkopplung mittels eines Signalrelais.

 

Draufsicht bei geöffnetem Gehäuse vor der Verkabelung.

 

 

 

Bei Loks aus Metall ist zu beachten, dass die Antenne der Sendereinheit unbedingt nach außen geführt werden sollte. Das Funkenfeuer im Motor ist sehr hochfrequent und stört die Funkübertragung erheblich. Zu diesem Zweck habe ich einfach die Antenne mit Kabel etwas verlängert und unterhalb der Lok auf die Bodengruppe fixiert.

Recht eng ist es geworden ...

 

 

... doch der Deckel passt.

Die fertige Einheit. 

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Nachbau auf eigene Gefahr. Für eventuelle Schäden ist der Nachbauer selbst verantwortlich !!!

(R1) ist ein eingetragenes Produkt der Firma Märklin.

© 2005 Jürgen Herberger