|
Hier möchte ich eine weitere Möglichkeit vorstellen, wie man einen Tachowachen mit einfachen Mitteln selbst aufbauen kann. Der Clou liegt darin, dass man mit dieser Variante mittels des selbst gebauten Beobachtungswaggons die Geschwindigkeit während der Fahrt bequem am Monitor (PC) ablesen kann. Warum nimmt man da nicht einen herkömmlichen Funktacho, wie man ihn in den modernen Fahrrädern kennt? Nun die Sache ist so: Ich habe dies bereits ausprobiert. Die Übertragung funktioniert (analog) ca. 1 m weit. Wird jedoch das Digitalsignal eingeschaltet, funktioniert die Sache nicht mehr. Die Funkstrecke von einem Meter macht zudem auch nur auf einem Testkreis richtig Sinn. |
|
|
|
|
|
Der Beobachtungswaggon ''filmt'' den Tachowaggon ab. Da die Funkvideokameras nur über einen begrenzten Macrobereich verfügen, empfehle ich den Einsatz eines Flachwaggons. Dadurch wird der nötige Abstand zwischen Kamera und Tacho geschaffen - ggf. muss die Linse der Kamera auf das Objekt fokussiert werden (siehe Beschreibung des Kameraherstellers). |
|
Zum Aufbau gibt es nicht vieles zu
sagen. Auch hier musste wieder wie beim ersten Tachowaggon
mein guter alter Werkstattbesen etwas herhalten. Ein gebogenes
U-Blech trägt ein kurzes Stück Rundholz. Der Tacho wird dann nach
der beiliegenden Bedienungsanleitung (meisten mittels O-Rings) an
diesem Rundholz befestigt. Das Ganze wird mit einer schwarzen
Kunststoffplatte, die zuvor in den Rungenwagen eingepasst wurde mit
doppelseitigen Klebeband fixiert. Durch ein Loch in dem Waggonboden
wird das Kabel zum Reedkontakt geführt.
Zuvor sollte jedoch noch die Radgröße in den Tacho eingeben werden. Zur korrekten Ermittlung wird auch hierbei eine Achse mittels Schieblehre nach unten stehenden Bild vermessen und berechnet. |
|
Anbei eine Detailaufnahme. Schwach zu erkennen ist auch der kleine Magnet, der einfach auf die Achse gebracht wird. Etwas Kleber fixiert den Magneten. |
|
Für eine genaue Messung muss mittels
Schieblehre der exakte Durchmesser des Laufrades ermittelt werden.
Achtung: Nicht den Spurkranz mitmessen!!!
Unten stehende Formel kann nun angewendet werden. Die Zahl 2 im Nenner des Bruchs ist abhängig davon, wie stark der kleine Permanentmagnet ist. In meinem Fall schaltet der Nord und Südpol den Reedkontakt. Somit schaltet der Reedkontakt 2 x / Umlauf, was bedeutet, dass die Geschwindigkeit doppelt so hoch wäre. Des Rechenergebnis trägt man im Tacho unter dem Begriff ''Wheelsize oder Radumfang'' ein ( siehe Tachobeschreibung des jeweiligen Herstellers ). |
|
Die fertige Einheit. Auf diese weise
kann nun jede Lokomotive auf ihre modellgerechte Geschwindigkeit
eingestellt werden.
|
| Ich wünsche viel Spaß beim Nachbau und freue mich auf Fotos Eurer Lösungen. | |
| Nachbau auf eigene Gefahr. Für eventuelle Schäden ist der Nachbauer selbst verantwortlich !!! | |
|
© 2005 Jürgen Herberger |
|