Für jede Lok eine NEM-Schnittstelle

 

 

 

Soll bei einer analogen Lokomotive nun ein Decoder eingebaut werden, steht man vor der Entscheidung, dies von einem Fachgeschäft realisieren zu lassen oder selbst die Sache an die Hand zu nehmen. Ich kann nur empfehlen, sich für Letzteres zu entscheiden. 

Die meisten Decoderhersteller rüsten ihre Decoder mit der sogenannten NEM-Schnittstelle aus. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. So eine Schnittstelle ist im Grunde nichts anderes als ein 8-poliger Stecker, auf dem normiert alle Anschlüsse wie Spannungsversorgung, Motorschlüsse, Licht und Funktionen aufgelegt sind. 

Auf den unteren Bildern sieht man, wie das Gegenstück in die Lokomotive eingebaut wird. Bei einigen Lokomotiven gestatten es die vorherrschenden Platzverhältnisse nicht, ohne größere mechanische Bearbeitung des Chassis' , diese Schnittstelle einzubauen. Hier muss jeder für sich entscheiden, welchen Stellenwert der steckbare Decoder für den Umbau hat. Ich kann dazu folgendes empfehlen: 

E- und Dieselloks, Loks mit Schlepptender bereiten keinerlei Schwierigkeiten. Problematischer ist der Einbau in Tenderlokomotiven.

Benötigte Materialien :

1 Stück Pertinax Lochrasterplatine / Alternativ photosensitives Leiterplattenmaterial FR4

1 Präzissions-IC-Sockel

Litzen in den normieren NEM-Farben (rot, schwarz, lila, gelb, weiß, grau, orange, grün und blau)

 

Märklin E40 bei geöffnetem Gehäuse

 

 

Der Vorteil liegt auf der Hand:

Es muss am eigentlichen Decoder keinerlei Eingriff vorgenommen werden (wie Steckerabschneiden), was im Fehlerfalle des Decoders bei manchen Händlern als Garantieverlust ausgesprochen wird. 

Zuerst wird aus dem IC-Sockel eine nemgerechte Buchse angefertigt (blaue Buchse). Nun wird seitlich an den Steckerpins der Buchse die entsprechenden Leitungen angeschlossen. 

Wichtig: Ein Vertauschen von Leitungen kann zum Verlust des Decoders führen. Deshalb vor dem Aufstecken des Decoders nochmals alle Anschlüsse überprüfen!

 

Gesteckter Decoderanschluß

Bei richtiger Montage der Anschlusskabel kann ein verdrehtes Stecken den Decoder nicht zerstören. Lediglich die Funktionen wie Licht werden nicht aktiviert. Die Lok wird dennoch fahren. 
 

Das Ganze noch einmal von der Draufsicht.

Die Kabel sind hier noch etwas zu lang. Für die eigentliche Montage sollten die Kabel auf die nötige Länge gekürzt werden. Dabei immer etwas Reserve einplanen.
 

Die Layoutvorlage:

Wenn die Schnittstellenplatine selber geätzt werden soll, hier ein Layoutvorschlag. 

Bitte zum Download des Layouts das kleine linke Bild anklicken. Das Layout ist ein Nutzen für eine Europakarte. So können man auf einmal 14 kleine Leiterplatten geätzt werden.

Viel Spaß beim Nachbau. 

 

Auch hier gilt:

Nachbau auf eigene Gefahr. Für eventuelle Schäden ist der Nachbauer selbst verantwortlich !!!

Fotos und Text: Juergen Herberger