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Bevor man diesen Umbau eines Decoders
in Erwägung zieht, sollte man sicher geprüft haben, ob die Lok
genügend elektronische Masse über deren Räder zur Schiene zur
Verfügung hat. 90% aller Fahrprobleme sind auf schlechte
Masseverhältnisse zurückzuführen. Sollte danach kein besseres
Ergebnis zustande gekommen sein, kann man den Decoder mittels
eines Kondensators puffern. Der vielzitierte Alzheimereffekt tritt dann auf, wenn der Decoder aufgrund schlechter Kontaktverhältnisse kurzzeitig stromlos wird. Diese Zeit kann ein ausreichend dimensionierter Kondensator überbrücken. Die folgende Umbauanleitung behebt die Problematik des Alzheimereffektes bei einem Esu Lokpilot V1.0. Es gibt andere Hersteller, die ebenso auffällig empfindlich regieren. Da ich ca 50 solcher Decoder im Einsatz habe, lag es nahe, diesen Umbau hier niederzuschreiben. Ein Hinweis sei gegeben: Sämtliche Firmen übernehmen keinerlei Garantieleistung, wenn der Decoder manipuliert wurde. Bei dieser Umbauanleitung muss jedoch diese Kunststoffummantelung entfernt werden. Der Umbau erfolgt auf eigenes Risiko. Für etwaige Schäden kann der Verfasser dieser Seite keinerlei Haftung übernehmen. Des Weiteren ist zu empfehlen, den kleinsten Wert des Kondensators zu ermitteln, um die interne Spannungsversorgung des Decoders nicht unnötig zu belasten. Als Grenzwert nach oben ist hierbei 1000uF anzusehen. Für die Pufferung werden folgende Materialen benötigt: - Kondensator 470 uF bis 1000uF / 16 V - 1 Schottkydioden BAT41 / BAT54 o.ä. - 1 Widerstand 100 Ohm - 1 Stück Pertinax Lochraster 8x3 Rasterlöcher - diverses Montagematerial |
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Mit einem Skalpell wird entlang der Platinenkante vorsichtig die Versiegelung entfernt. |
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Auf der Platine des ESU V1.* befindet sich ein großer schwarzer Baustein mit 16 Anschlusspins. Wenn der Decoder so gehalten wird, dass links oben der Baustein sitzt und rechts die Anschlusskabel liegen, befindet sich der Pin 1 unten links. Pin 1 ist zusätzlich erkennbar an der Markierung. An diesem Pin 1 wird der Minuspol (graues Kabel) angelötet. Gegenüberliegend von Pin 1 liegt der Pin 16. An diesen Pin wird das rote Kabel angelötet. Dabei dürfen die beiden Kabel die benachbarten Pins nicht berühren - Kurzschlussgefahr !! -. Diese Tätigkeit erfordert eine sehr ruhige Hand und ein wenig Löterfahrung, sowie eine Möglichkeit, den Lötplatz elektrostatisch zu entladen..
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Nachdem wir beide Kabel um den Decoder Richtung Anschlusskabel gelegt haben, wird dieser mit handelsüblichem Schrumpfschlauch vorsichtig eingeschrumpft. Dabei empfiehlt sich intervallartiges Erwärmen, um eine Überhitzung des Decoders zu verhindern. Auch empfindliche Formkunststoffteile der Lok müssen gegen den heißen Luftstrom abgeschirmt werden, wenn der Decoder bereits wie hier in der Lok eingebaut ist.
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Auch in einer V 36 von Märklin findet sich mit etwas Geschick der nötige Platz, um den Kondensator und die Ladeschaltung sicher unterzubringen. Wichtig: Es muss absolut gewährleistet sein, dass das Kondensatorgehäuse (Becher ist zum Minuspol leitend verbunden) keinerlei Verbindung zur Gehäusemasse hat. |
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Der Umbau hat geklappt, der Deckel passt !
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Nach dem Umbau stellt man die Lok am besten auf ein Programmiergleis. Somit kann geprüft werden, ob der Umbau erfolgreich ausgeführt wurde. Ein Programmiergleis ist in der Regel von Seiten der Zentralenhersteller strombegrenzt, d.h. sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben, würde der Decoder nicht zerstört werden. Es empfiehlt sich jedoch die Bedienungsanleitung des jeweiligen Zentralenhersteller genauestens zu studieren! Bei Verwendung von Kondensatoren größer 470uF antwortet die Digitalzentrale beim Programmieren mit ''Kurzschluss''. Dies ist normal. Es empfiehlt sich daher, die Lok vor dem Umbau zu Programmieren. |
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Andere Lokomotive, auch recht eng im
Platz:
Dieses Bild zeigt den Einbau des Decoders und der Pufferungsmaßnahme in eine BR81. Bitte unbedingt den Kondensatorboden isolieren, da Kurzschlußgefahr! Lok ist im Videoclip unten zu sehen. |
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Links zu sehen ist die Anordnung der Pufferungsschaltung für den ESU LOKPILOT V1.* |
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Videoclips
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In unten stehenden Videoclip wird die extrem verbesserte Fahrweise der modifizierten Decoder mit eingebauter Pufferung verglichen. Als Teststrecke wurde hierbei absichtlich eine DKW-Weiche ausgewählt. Diese Bereiche sind gerade bei Fahrzeugen mit wenig ''Radmasse'' doch recht problematisch. |
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| Bitte Ton einschalten | |
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(etwas höhere Datenmenge) |
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(etwas höhere Datenmenge) |
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Fazit: Der Filme beweisen es. Nach erfolgtem Umbau des ESU - Lokpilot - Decoder zeigt die Lokomotiven auch auf schwierigem Terrain (Doppelkreuzungsweiche) keinerlei ruckartige Fahreigenschaften. Der Schienenbus wurde übrigens mit einem Kühn-Decoder (ungepuffert) versehen ! |
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Fotos und Text: Juergen Herberger |
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